Am Arbeitsmarkt im Kreis Dingolfing-Landau hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar entspannt: 2.111 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 51 weniger als im Juni. Mit 3,3 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 262 Arbeitslose weniger gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Rückgang von 11,0 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.314 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,0 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 797 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,2 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.666 Menschen und 4,1 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Dingolfing-Landau trifft. 236 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre, 808 sind 50 Jahre oder älter. 562 Menschen und damit 27 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 747 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 213 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Dingolfing-Landau in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Dingolfing-Landau ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 2,7 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 3,9 Prozent; am günstigsten war die Lage 2017 mit 2,6 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.507 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Dingolfing-Landau?
Auffällig ist die Zahl nicht: 11 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Dingolfing-Landau entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 10,6 Fällen liegt. Unter dem Strich kamen 122 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.