1.301 Menschen waren im Juli 2026 in Ansbach arbeitslos gemeldet. Das sind 47 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 5,4 Prozent — über dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 49 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 3,9 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 593 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,5 Prozent. Die übrigen 708 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 3,0 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 1.601 Personen beziehungsweise 6,6 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 123 der Arbeitslosen in Ansbach jünger als 25 Jahre. 354 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 27 Prozent aller Betroffenen. 416 sind 50 Jahre oder älter. 502 haben keinen deutschen Pass, 137 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Ansbach in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
In Ansbach ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 4,7 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 5,2 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 3,6 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 1.241 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Ansbach?
Die Lage hat sich beruhigt: Nur 0 Unternehmen mussten 2024 in Ansbach Insolvenz anmelden, gegenüber durchschnittlich 7,2 Fällen in den fünf Jahren davor. Unter dem Strich kamen 79 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.