Arbeitslosenquote in Erlangen im Juli 2026: spürbar gestiegen

Am Arbeitsmarkt in Erlangen hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar angespannt: 3.359 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 66 mehr als im Juni. Mit 4,8 Prozent liegt die Quote über dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 118 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 3,6 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.590 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,3 Prozent. Für die größere Gruppe von 1.769 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 2,5 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 3.889 Menschen und 5,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Erlangen trifft. 293 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (18 mehr als im Vormonat), 1.079 sind 50 Jahre oder älter. 1.277 Menschen und damit 38 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.309 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 345 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Erlangen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

In Erlangen ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,9 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,6 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 3,5 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 3.216 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Erlangen?

Die Zahl ist gestiegen: 18 Unternehmen meldeten 2024 in Erlangen Insolvenz an, nach durchschnittlich 14,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 73 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.