4.540 Menschen waren im Juli 2026 im Kreis Aschaffenburg arbeitslos gemeldet. Das sind 27 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 4,5 Prozent — knapp über dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 171 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 3,9 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 2.597 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,6 Prozent. Die übrigen 1.943 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 1,9 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 5.347 Personen beziehungsweise 5,3 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 461 der Arbeitslosen im Kreis Aschaffenburg jünger als 25 Jahre (31 mehr als im Vormonat). 1.280 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 28 Prozent aller Betroffenen. 1.864 sind 50 Jahre oder älter. 1.370 haben keinen deutschen Pass, 394 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Aschaffenburg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Aschaffenburg ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,1 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,2 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 2,6 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.284 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Aschaffenburg?
Die Zahl ist gestiegen: 42 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Aschaffenburg Insolvenz an, nach durchschnittlich 26,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Zugleich wurden 37 Gewerbe mehr abgemeldet als angemeldet.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.