Im Juli 2026 waren 2.072 Menschen in Baden-Baden arbeitslos gemeldet, 125 mehr als im Juni. Die Quote von 6,7 Prozent liegt deutlich über dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,6 Prozent.
Gegenüber Juli 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 18 abgenommen, das sind 0,9 Prozent weniger.
Ein Blick auf die Details zeigt: 724 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,3 Prozent. Die übrigen 1.348 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 4,4 Prozent.
Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 2.551 Personen beziehungsweise 8,1 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 131 der Arbeitslosen in Baden-Baden jünger als 25 Jahre (18 mehr als im Vormonat). 736 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 36 Prozent aller Betroffenen. 881 sind 50 Jahre oder älter. 1.057 haben keinen deutschen Pass, 103 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Baden-Baden in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
In Baden-Baden ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 5,7 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 7,0 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 4,3 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.139 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Baden-Baden?
2024 gab es in Baden-Baden 23 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 20,4 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 121 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.