Am Arbeitsmarkt in Darmstadt hat sich die Lage im Juli 2026 deutlich angespannt: 6.328 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 213 mehr als im Juni. Mit 6,7 Prozent liegt die Quote über dem Landeswert von Hessen von 6,0 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 334 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 5,6 Prozent.
Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 2.192 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,3 Prozent. Für die größere Gruppe von 4.136 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung fällt mit 7.857 Menschen und 8,2 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.
Ein Blick auf die einzelnen Gruppen
Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Darmstadt trifft. 629 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (72 mehr als im Vormonat), 1.633 sind 50 Jahre oder älter. 1.917 Menschen und damit 30 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 3.020 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 296 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Darmstadt, kreisfreie Stadt, Wissenschaftsstadt in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Darmstadt, kreisfreie Stadt, Wissenschaftsstadt bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 6,4 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 6,3 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (5,0 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (6,4 Prozent) liegen 1,4 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 5.823 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Darmstadt, kreisfreie Stadt, Wissenschaftsstadt?
2024 gab es im Darmstadt, kreisfreie Stadt, Wissenschaftsstadt 37 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 31,4 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 194 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Hessen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.