32.453 Menschen waren im Juli 2026 in Frankfurt am Main arbeitslos gemeldet. Das sind 1.101 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 7,2 Prozent — über dem Landeswert von Hessen von 6,0 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 1.035 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 3,3 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 12.506 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,8 Prozent. Die übrigen 19.947 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 4,4 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 38.656 Personen beziehungsweise 8,5 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 2.572 der Arbeitslosen in Frankfurt am Main jünger als 25 Jahre (210 mehr als im Vormonat). 10.780 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 33 Prozent aller Betroffenen. 10.021 sind 50 Jahre oder älter. 16.188 haben keinen deutschen Pass, 1.410 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Frankfurt am Main in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote in Frankfurt am Main bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 6,8 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 6,9 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (5,0 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (6,9 Prozent) liegen 1,9 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 30.822 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Frankfurt am Main?
Die Zahl ist gestiegen: 365 Unternehmen meldeten 2024 in Frankfurt am Main Insolvenz an, nach durchschnittlich 276,2 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 1.602 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Hessen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.