Arbeitslosenquote in Eichstätt im Juli 2026: spürbar gestiegen

Am Arbeitsmarkt im Kreis Eichstätt hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar angespannt: 2.116 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 58 mehr als im Juni. Mit 2,7 Prozent liegt die Quote unter dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 45 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 2,2 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.353 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 1,7 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 763 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,0 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 2.816 Menschen und 3,6 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Eichstätt trifft. 291 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (60 mehr als im Vormonat), 706 sind 50 Jahre oder älter. 431 Menschen und damit 20 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 710 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 173 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichstätt in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Im Landkreis Eichstätt ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 1,3 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 2,7 Prozent; am günstigsten war die Lage 2015 mit 1,3 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.126 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Eichstätt?

Die Zahl ist gestiegen: 30 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Eichstätt Insolvenz an, nach durchschnittlich 18,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 189 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.