2.406 Menschen waren im Juli 2026 im Kreis Erding arbeitslos gemeldet. Das sind 24 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 2,7 Prozent — unter dem Landeswert von Bayern von 4,1 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber Juli 2025 sind 26 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 1,1 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.643 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 1,9 Prozent. Die übrigen 763 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 0,9 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 3.154 Personen beziehungsweise 3,6 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 253 der Arbeitslosen im Kreis Erding jünger als 25 Jahre (16 mehr als im Vormonat). 493 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 20 Prozent aller Betroffenen. 990 sind 50 Jahre oder älter. 735 haben keinen deutschen Pass, 220 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Erding in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis Erding ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 2,0 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 2,8 Prozent; am günstigsten war die Lage 2017 mit 1,8 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 2.439 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Erding?
Die Zahl ist gestiegen: 37 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Erding Insolvenz an, nach durchschnittlich 21,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 195 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.