12.913 Menschen waren im Juli 2026 in Hagen, Stadt der FernUniversität arbeitslos gemeldet. Das sind 128 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 12,6 Prozent — deutlich über dem Landeswert von Nordrhein-Westfalen von 7,9 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber Juli 2025 sind 67 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 0,5 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 3.395 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 3,3 Prozent. Die übrigen 9.518 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 9,3 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 14.927 Personen beziehungsweise 14,3 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 1.296 der Arbeitslosen in Hagen, Stadt der FernUniversität jünger als 25 Jahre. 5.735 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 44 Prozent aller Betroffenen. 4.104 sind 50 Jahre oder älter. 6.144 haben keinen deutschen Pass, 805 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Hagen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
In Hagen ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 10,4 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 12,3 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 9,3 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 12.682 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Hagen?
Die Zahl ist gestiegen: 64 Unternehmen meldeten 2024 in Hagen Insolvenz an, nach durchschnittlich 49,2 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 105 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.