Arbeitslosenquote in Heidenheim im Juli 2026: spürbar gestiegen

Kreis Heidenheim steht am Arbeitsmarkt schlechter da als Baden-Württemberg: 5,3 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 4,6 Prozent. Konkret waren 4.096 Menschen arbeitslos gemeldet, 65 mehr als noch im Juni.

Der Vergleich mit dem Vorjahr weist in dieselbe Richtung: Verglichen mit Juli 2025 sind 272 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 7,1 Prozent.

Wer wird wie unterstützt? 1.909 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,5 Prozent). Mehr – 2.187 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 2,9 Prozent).

Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 4.909 Personen beziehungsweise 6,3 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Wen es besonders trifft

Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 1.242 Menschen im Kreis Heidenheim sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 30 Prozent. 348 sind jünger als 25 Jahre (18 mehr als im Vormonat), 1.582 haben die 50 überschritten. 1.558 sind Ausländerinnen und Ausländer, 249 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Heidenheim in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Landkreis Heidenheim bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 5,3 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 5,1 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (3,8 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (5,3 Prozent) liegen 1,5 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 3.876 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Heidenheim?

Die Zahl ist gestiegen: 24 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Heidenheim Insolvenz an, nach durchschnittlich 15,0 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 121 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.