Arbeitslosenquote in Heinsberg im Juli 2026: spürbar gestiegen

Kreis Heinsberg steht am Arbeitsmarkt besser da als Nordrhein-Westfalen: 5,9 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 7,9 Prozent. Konkret waren 8.374 Menschen arbeitslos gemeldet, 109 mehr als noch im Juni.

Die Entwicklung zum Vormonat überdeckt allerdings eine gegenläufige Bewegung im Jahresvergleich: Verglichen mit Juli 2025 sind 257 Menschen weniger ohne Arbeit — ein Minus von 3,0 Prozent.

Wer wird wie unterstützt? 3.646 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,6 Prozent). Mehr – 4.728 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 3,3 Prozent).

Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 10.067 Personen beziehungsweise 7,0 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Wen es besonders trifft

Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 2.790 Menschen im Kreis Heinsberg sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 33 Prozent. 903 sind jünger als 25 Jahre (77 mehr als im Vormonat), 2.859 haben die 50 überschritten. 2.263 sind Ausländerinnen und Ausländer, 520 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Kreis Heinsberg in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote im Kreis Heinsberg bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 6,5 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 6,1 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (5,0 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (6,5 Prozent) liegen 1,5 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 8.705 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Kreis Heinsberg?

Auffällig ist die Zahl nicht: 56 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Kreis Heinsberg entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 58,6 Fällen liegt. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 323 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.