Kreis Kitzingen steht am Arbeitsmarkt besser da als Bayern: 3,1 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 4,1 Prozent. Konkret waren 1.730 Menschen arbeitslos gemeldet, 54 mehr als noch im Juni.
Der Vergleich mit dem Vorjahr weist in dieselbe Richtung: Verglichen mit Juli 2025 sind 85 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 5,2 Prozent.
Wer wird wie unterstützt? 1.103 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,0 Prozent). Deutlich weniger – 627 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 1,1 Prozent).
Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 2.133 Personen beziehungsweise 3,8 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.
Wen es besonders trifft
Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 390 Menschen im Kreis Kitzingen sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 23 Prozent. 182 sind jünger als 25 Jahre (20 mehr als im Vormonat), 683 haben die 50 überschritten. 483 sind Ausländerinnen und Ausländer, 179 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Kitzingen in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Kitzingen bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 3,0 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,0 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2019 (2,1 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (3,0 Prozent) liegen 0,9 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 1.668 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Kitzingen?
2024 gab es im Landkreis Kitzingen 15 Unternehmensinsolvenzen und damit etwas mehr als die durchschnittlich 12,6 Fälle der fünf Jahre zuvor. Unter dem Strich kamen 127 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.