Kreis München steht am Arbeitsmarkt besser da als Bayern: 3,8 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 4,1 Prozent. Konkret waren 7.661 Menschen arbeitslos gemeldet, 194 mehr als noch im Juni.
Der Vergleich mit dem Vorjahr weist in dieselbe Richtung: Verglichen mit Juli 2025 sind 558 Menschen mehr ohne Arbeit — ein Plus von 7,9 Prozent.
Wer wird wie unterstützt? 4.794 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 2,4 Prozent). Deutlich weniger – 2.867 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 1,4 Prozent).
Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 9.163 Personen beziehungsweise 4,5 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.
Wen es besonders trifft
Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 2.218 Menschen im Kreis München sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 29 Prozent. 687 sind jünger als 25 Jahre (85 mehr als im Vormonat), 2.862 haben die 50 überschritten. 3.236 sind Ausländerinnen und Ausländer, 475 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis München in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Landkreis München ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 2,9 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 3,5 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 2,2 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 7.049 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis München?
Die Zahl ist gestiegen: 231 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis München Insolvenz an, nach durchschnittlich 120,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 1.014 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.