4.320 Menschen waren im Juli 2026 im Kreis Nordfriesland arbeitslos gemeldet. Das sind 67 mehr als im Juni. Die Quote lag bei 4,6 Prozent — unter dem Landeswert von Schleswig-Holstein von 5,9 Prozent.
Der Blick auf das Vorjahr fällt weniger günstig aus: Gegenüber Juli 2025 sind 23 Menschen mehr ohne Arbeit, ein Anstieg um 0,5 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 1.713 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 1,8 Prozent. Die übrigen 2.607 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,8 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 5.274 Personen beziehungsweise 5,5 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 552 der Arbeitslosen im Kreis Nordfriesland jünger als 25 Jahre (64 mehr als im Vormonat). 1.764 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 41 Prozent aller Betroffenen. 1.531 sind 50 Jahre oder älter. 1.081 haben keinen deutschen Pass, 224 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Kreis Nordfriesland in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Kreis Nordfriesland entspannt: von 6,0 auf 5,1 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2022 mit 4,5 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.776 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Kreis Nordfriesland?
2024 meldeten im Kreis Nordfriesland 33 Unternehmen Insolvenz an — weniger als die durchschnittlich 37,6 Fälle der fünf Jahre davor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 217 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.