Arbeitslosenquote in Peine im Juli 2026: deutlich gestiegen

Am Arbeitsmarkt im Kreis Peine hat sich die Lage im Juli 2026 deutlich angespannt: 4.842 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 162 mehr als im Juni. Mit 6,4 Prozent liegt die Quote knapp über dem Landeswert von Niedersachsen von 6,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 178 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 3,8 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.722 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,3 Prozent. Für die größere Gruppe von 3.120 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 4,1 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 5.745 Menschen und 7,5 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit im Kreis Peine trifft. 565 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (51 mehr als im Vormonat), 1.661 sind 50 Jahre oder älter. 1.871 Menschen und damit 39 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.786 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 236 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Peine in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Im Landkreis Peine ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 5,4 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 6,0 Prozent; am günstigsten war die Lage 2019 mit 4,4 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 4.577 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Peine?

Die Zahl ist gestiegen: 22 Unternehmen meldeten 2024 im Landkreis Peine Insolvenz an, nach durchschnittlich 14,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 218 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Niedersachsen im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.