Arbeitslosenquote in Rendsburg-Eckernförde im Juli 2026: spürbar gestiegen

Im Juli 2026 waren 7.000 Menschen im Kreis Rendsburg-Eckernförde arbeitslos gemeldet, 150 mehr als im Juni. Die Quote von 4,7 Prozent liegt unter dem Landeswert von Schleswig-Holstein von 5,9 Prozent.

Weniger erfreulich ist der Jahresvergleich. Gegenüber Juli 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 77 zugenommen, das sind 1,1 Prozent mehr.

Ein Blick auf die Details zeigt: 2.834 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 1,9 Prozent. Die übrigen 4.166 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,8 Prozent.

Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 8.949 Personen beziehungsweise 5,9 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.

Wer ist betroffen?

Im Juli waren 957 der Arbeitslosen im Kreis Rendsburg-Eckernförde jünger als 25 Jahre (144 mehr als im Vormonat). 2.168 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 31 Prozent aller Betroffenen. 2.281 sind 50 Jahre oder älter. 1.793 haben keinen deutschen Pass, 438 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Kreis Rendsburg-Eckernförde in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Seit 2015 hat sich die Lage im Kreis Rendsburg-Eckernförde entspannt: von 5,2 auf 4,7 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2019 mit 3,9 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 6.903 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Kreis Rendsburg-Eckernförde?

Die Zahl ist gestiegen: 88 Unternehmen meldeten 2024 im Kreis Rendsburg-Eckernförde Insolvenz an, nach durchschnittlich 52,6 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 388 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.

Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.