Kreis Rottal-Inn steht am Arbeitsmarkt besser da als Bayern: 3,4 Prozent Arbeitslosenquote im Juli 2026 gegenüber 4,1 Prozent. Konkret waren 2.479 Menschen arbeitslos gemeldet, 44 weniger als noch im Juni.
Der Vergleich mit dem Vorjahr weist in dieselbe Richtung: Verglichen mit Juli 2025 sind 155 Menschen weniger ohne Arbeit — ein Minus von 5,9 Prozent.
Wer wird wie unterstützt? 1.213 Menschen bekommen Arbeitslosengeld, weil sie erst vor Kurzem ihren Job verloren haben (Quote: 1,7 Prozent). Etwa gleich viele – 1.266 – sind schon länger ohne Arbeit oder verdienen zu wenig zum Leben und beziehen deshalb Bürgergeld vom Jobcenter (Quote: 1,8 Prozent).
Wer auch Fördermaßnahmen und kurzzeitige Krankheitsfälle mitzählt, kommt auf eine Unterbeschäftigung von 2.948 Personen beziehungsweise 4,1 Prozent. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.
Wen es besonders trifft
Hinter der Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebenslagen. 853 Menschen im Kreis Rottal-Inn sind seit einem Jahr oder länger ohne Arbeit, das entspricht 34 Prozent. 264 sind jünger als 25 Jahre (19 mehr als im Vormonat), 972 haben die 50 überschritten. 837 sind Ausländerinnen und Ausländer, 226 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rottal-Inn in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Die Quote im Landkreis Rottal-Inn bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 3,5 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 3,9 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (2,9 Prozent) und dem Höchstwert 2025 (3,9 Prozent) liegen 1,0 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 2.776 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Landkreis Rottal-Inn?
Auffällig ist die Zahl nicht: 14 Unternehmensinsolvenzen 2024 im Landkreis Rottal-Inn entsprechen ziemlich genau dem Schnitt der fünf Jahre davor, der bei 13,2 Fällen liegt. Unter dem Strich kamen 154 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen. Bei so kleinen Zahlen verschiebt schon ein einzelner größerer Fall das Bild.
Arbeitsmarkt in Bayern im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.