Im Juli 2026 waren 8.246 Menschen im Salzlandkreis arbeitslos gemeldet, 337 mehr als im Juni. Die Quote von 9,1 Prozent liegt über dem Landeswert von Sachsen-Anhalt von 8,1 Prozent.
Gegenüber Juli 2025 hat die Zahl der Arbeitslosen um 48 abgenommen, das sind 0,6 Prozent weniger.
Ein Blick auf die Details zeigt: 3.034 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 3,4 Prozent. Die übrigen 5.212 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 5,8 Prozent.
Wie viele Menschen dem Arbeitsmarkt tatsächlich fehlen, zeigt erst die Unterbeschäftigung: 10.618 Personen beziehungsweise 11,5 Prozent. In diese Zahl fließen auch jene ein, die an einer Fördermaßnahme teilnehmen oder kurzzeitig krank sind — und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 840 der Arbeitslosen im Salzlandkreis jünger als 25 Jahre (101 mehr als im Vormonat). 2.856 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 35 Prozent aller Betroffenen. 3.166 sind 50 Jahre oder älter. 1.204 haben keinen deutschen Pass, 380 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Salzlandkreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Seit 2015 hat sich die Lage im Salzlandkreis entspannt: von 11,4 auf 8,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2025. Den Tiefstand gab es allerdings schon 2022 mit 7,7 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 8.091 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Salzlandkreis?
2024 meldeten im Salzlandkreis 23 Unternehmen Insolvenz an — weniger als die durchschnittlich 27,0 Fälle der fünf Jahre davor. Unter dem Strich kamen 31 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.
Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.