Arbeitslosenquote in Ulm im Juli 2026: spürbar gestiegen

Am Arbeitsmarkt in Ulm hat sich die Lage im Juli 2026 spürbar angespannt: 3.263 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 79 mehr als im Juni. Mit 4,3 Prozent liegt die Quote knapp unter dem Landeswert von Baden-Württemberg von 4,6 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich die Entwicklung fort: 66 zusätzliche Arbeitslose gegenüber Juli 2025 entsprechen einem Zuwachs von 2,1 Prozent.

Die Zahlen verraten auch, wovon die Betroffenen leben: Für 1.820 von ihnen zahlt noch die Arbeitsagentur Arbeitslosengeld, ihre Jobverluste liegen noch nicht lange zurück – Quote: 2,4 Prozent. Für die kleinere Gruppe von 1.443 Menschen reicht das nicht mehr: Sie sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen, meist weil die Arbeitslosigkeit schon länger andauert – Quote: 1,9 Prozent.

Die Unterbeschäftigung fällt mit 4.093 Menschen und 5,3 Prozent höher aus, weil sie auch Teilnehmende an Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte einbezieht. In der Arbeitslosenstatistik erscheinen diese Personen nicht.

Ein Blick auf die einzelnen Gruppen

Die Bundesagentur weist für den Juli auch aus, wen die Arbeitslosigkeit in Ulm trifft. 380 der Gemeldeten sind jünger als 25 Jahre (39 mehr als im Vormonat), 870 sind 50 Jahre oder älter. 592 Menschen und damit 18 Prozent gelten als langzeitarbeitslos. 1.484 haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, 150 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.

Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Ulm in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?

Die Quote in Ulm bewegt sich seit zehn Jahren in einem engen Band: 4,5 Prozent waren es im Jahresdurchschnitt 2015, 4,2 Prozent 2025. Zwischen dem Tiefstand 2018 (3,3 Prozent) und dem Höchstwert 2015 (4,5 Prozent) liegen 1,2 Punkte. Dahinter standen im Jahresmittel 3.204 Menschen ohne Arbeit.

Haben wir zu viele Unternehmenspleiten in Ulm?

Die Zahl ist gestiegen: 32 Unternehmen meldeten 2024 in Ulm Insolvenz an, nach durchschnittlich 17,4 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Unter dem Strich kamen 129 Gewerbe mehr hinzu als wegfielen.

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick

Zum bundesweiten Überblick

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.

(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)

Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.