5.018 Menschen waren im Juli 2026 im Zollernalbkreis arbeitslos gemeldet. Das sind 146 weniger als im Juni. Die Quote lag bei 4,6 Prozent — genau auf dem Landeswert von Baden-Württemberg (4,6 Prozent).
Der Blick auf das Vorjahr fällt günstiger aus: Gegenüber Juli 2025 sind 110 Menschen weniger ohne Arbeit, ein Rückgang um 2,1 Prozent.
Ein Blick auf die Details zeigt: 2.510 der Betroffenen erhalten Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, ihre Quote liegt bei 2,3 Prozent. Die übrigen 2.508 sind auf Bürgergeld vom Jobcenter angewiesen – mit einer Quote von 2,3 Prozent.
Die Unterbeschäftigung liegt mit 6.213 Personen beziehungsweise 5,7 Prozent erwartungsgemäß höher. Sie erfasst zusätzlich Menschen in Fördermaßnahmen und kurzzeitig Erkrankte, die statistisch nicht als arbeitslos gelten.
Wer ist betroffen?
Im Juli waren 527 der Arbeitslosen im Zollernalbkreis jünger als 25 Jahre. 1.559 Menschen sind seit mindestens einem Jahr arbeitslos gemeldet, das sind 31 Prozent aller Betroffenen. 1.873 sind 50 Jahre oder älter. 1.767 haben keinen deutschen Pass, 348 sind schwerbehindert. Weil eine Person mehreren dieser Gruppen angehören kann, lassen sich die Zahlen nicht zusammenzählen.
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit im Zollernalbkreis in den vergangenen zehn Jahren entwickelt?
Im Zollernalbkreis ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Nach 3,8 Prozent 2015 lag sie 2025 im Jahresdurchschnitt bei 4,6 Prozent; am günstigsten war die Lage 2018 mit 3,1 Prozent. Dahinter standen im Jahresmittel 5.084 Menschen ohne Arbeit.
Haben wir zu viele Unternehmenspleiten im Zollernalbkreis?
Die Zahl ist gestiegen: 41 Unternehmen meldeten 2024 im Zollernalbkreis Insolvenz an, nach durchschnittlich 23,8 Fällen in den fünf Jahren zuvor. Gegengerechnet entstanden im selben Jahr 252 Betriebe mehr, als aufgegeben wurden.
Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg im Überblick
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Eigene Auswertung digitaldaily.de.
(Martina Berger, Wirtschaftsredaktion digitaldaily)
Dieser Bericht wurde von unserer Redaktion erstellt. Die amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden automatisiert eingesetzt und redaktionell geprüft.