Die Volkswagen-Tochter Audi hat im dritten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch erlitten. Nach Steuern verdiente das Unternehmen nur noch 95 Millionen Euro – ein Rückgang von 87 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als der Gewinn noch 718 Millionen Euro betragen hatte. Das teilte Audi am Freitag mit.
Hauptverantwortlich für die Geschäftsentwicklung ist nach Unternehmensangaben der Markteinbruch in China, besonders bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Hinzu kommt die steigende Wettbewerbsintensität sowie der Exportdruck chinesischer Hersteller auf den europäischen Markt. Weitere Belastungsfaktoren sind Unsicherheiten aufgrund der Lage im Nahen Osten und die damit verbundenen Energiekosten sowie US-Zölle.
Trotz der schwachen Zahlen signalisiert Audi Hoffnung für die kommenden Monate: Das Unternehmen passte seine Jahresprognose zwar nach unten an, erwartet aber ein stärkeres viertes Quartal.
Zusätzlich zur wirtschaftlichen Krise steht Konzernchef Gernot Döllner in der Kritik. Der Manager trat bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump in Georgia auf, wo Trump den Bau eines neuen Audi-Werks ankündigte. Kritiker werfen Döllner vor, damit gegen Audis eigene Regeln verstoßen zu haben. Döllner verteidigte seinen Auftritt als im Interesse des Unternehmens und betonte seinen Respekt vor dem Amt des Präsidenten.
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Autor: dts Nachrichtenagentur