Eine wachsame Mitarbeiterin eines Baumarkts in Dortmund-Aplerbeck hat am Mittwoch, 24. Juni, einen ausgefeilten Betrugsversuch durchschaut und damit Schlimmeres verhindert. Gegen 16:15 Uhr wollte ein 58-Jähriger aus Rumänien Ware, die er zuvor durch Wechselgeldbetrug erlangt hatte, in bar umtauschen – doch die Mitarbeiterin erkannte das Muster.
Der Mann bestand bei seinem Umtauschversuch hartnäckig darauf, den Warenwert in Bargeld ausbezahlt zu bekommen. Die Mitarbeiterin schöpfte Verdacht, da ihr frühere Fälle von Wechselgeldbetrug bei anderen Filialen noch frisch im Gedächtnis waren. Sie alarmierte den Filialeiter, der umgehend die Polizei rief.
Bei der Durchsuchung des Autos des Mannes stellten die Beamten Beweismittel sicher, die auf ein System hindeuten: Der 58-Jährige scheint regelmäßig verschiedene Betrugsmaschen auszuüben. Die Polizei erstellte eine Anzeige und führte eine erkennungsdienstliche Behandlung durch.
So funktioniert die Masche: Betrüger versuchen zunächst an der Kasse, durch geschicktes Verwirren des Kassierers bei der Wechselgeldausgabe mehr Geld zurückzubekommen, als ihnen zusteht. In einem zweiten Schritt tauschen sie die so erworbene Ware einfach zurück um – und erhalten den Warenwert bar ausgezahlt. Ein perfider Doppelschlag, der nicht nur Geschäfte, sondern auch Privatpersonen auf Flohmärkten oder der Straße treffen kann.
Die Dortmunder Polizei gibt Bürgern folgende Warnsignale und Verhaltenstipps: Bleiben Sie beim Bezahlvorgang wachsam – Betrüger lenken Sie gezielt durch längere Gespräche ab, während Sie das Geld herausgeben. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und überprüfen Sie den erhaltenen Betrag unmittelbar nach der Zahlung. Kommt Ihnen etwas verdächtig vor, zögern Sie nicht und rufen Sie den Notruf 110.