Die LED-Anzeigen über der Autobahn leuchteten nicht zum Spaß. Anlass war ein Verkehrsunfall am Sonntag im Kurvenbereich des Langenselbolder Dreiecks. Eine Streifenbesatzung der Polizeiautobahnstation Langenselbold musste den linken Fahrstreifen von 11 bis 12 Uhr für die Unfallaufnahme sperren. Die Anzeigen schalteten nacheinander orangefarbene Richtungspfeile und schließlich ein rotes Kreuz, um den Verkehr auf die Sperrung aufmerksam zu machen.
Trotz dieser deutlichen Hinweise missachteten zahlreiche Verkehrsteilnehmende die Zeichen. In der genannten Stunde stellten die Beamten über 125 Verstöße gegen die Sperrung fest. Viele Fahrer wechselten erst unmittelbar vor den Absperrpfosten den Fahrstreifen. Aus der Auswertung der Kennzeichen ließ sich erkennen, dass der Großteil der betroffenen Fahrzeuge aus der Region stammte.
Positiv fiel hingegen auf, dass viele Verkehrsteilnehmende durch Gesten wie den Daumen hoch ihre Zustimmung zur polizeilichen Kontrolle und zur Dokumentation der Verstöße zeigten.
Die Polizei erinnert daran, dass digitale Verkehrszeichen auf Schilderbrücken verbindliche Anordnungen darstellen. Sie dienen dem Schutz von Unfallbeteiligten, Einsatzkräften und allen anderen Verkehrsteilnehmenden. Zuwiderhandlungen sind Ordnungswidrigkeiten und können geahndet werden. Die Behörde appelliert eindringlich, den Anzeigen der LED-Traversen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
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