Die Bremer Autobahnpolizei hat am Samstag auf der A1 zwei Sattelzüge aus dem Verkehr gezogen und dabei zahlreiche schwere Verstöße aufgedeckt. Mit moderner Kontrolltechnik spürten die Beamten einen deutschen und einen portugiesischen Lastwagen auf, deren Fahrer gegen mehrere Gesetze verstoßen hatten.
Besonders gravierend war der Fall des deutschen Sattelzugs: Der 45 Jahre alte Fahrer war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs und stand unter Verdacht, unter Drogeneinfluss gefahren zu sein. Außerdem lagen mehrere Haftbefehle gegen ihn vor, weshalb seine Fahrt in einer Justizvollzugsanstalt endete. Auch der Lastwagen selbst wies erhebliche Mängel auf: Er war überladen, der Geschwindigkeitsbegrenzer falsch auf 110 statt der vorgeschriebenen 90 Stundenkilometer eingestellt. Zusätzlich stellten die Polizisten weitere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten fest. Die Zugmaschine wurde bis zur technischen Nachbesserung stillgelegt.
Bei dem portugiesischen Sattelzug entdeckten die Spezialisten eine gravierende Fehlfunktion am digitalen Kontrollgerät. Zudem war die Fahrerlaubnis des Fahrers abgelaufen. Er musste eine Sicherheitsleistung von rund 1400 Euro zahlen, die Weiterfahrt wurde ihm untersagt.
Beide Fälle wurden mithilfe eines sogenannten DSRC-Systems aufgedeckt, das eine Fernkommunikation mit digitalen Fahrtenschreibern ermöglicht. Die Polizei betont, dass moderne Kontrolltechnik weit mehr aufdeckt als nur Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten. Immer wieder stoßen die Polizistinnen und Polizisten dabei auf erhebliche Verkehrsverstöße und Straftaten, die ohne die gezielten Kontrollen unentdeckt geblieben wären. Die Autobahnpolizei Bremen will solche Kontrollen auch künftig fortsetzen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.