Baden-Württemberg: Bodenfeuchte-Lage deutlich angespannt – Süden und Mitte stark betroffen

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Baden-Württemberg eine deutlich gespannte Bodenfeuchte-Situation. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe weist großflächig Trockenheitsmerkmale auf: Während der Norden und Westen des Landes überwiegend orange gefärbt sind (moderate Dürre), dominieren in der Süd- und Mittelmitte rote und dunkelrote Bereiche (schwere bis extreme Dürre). Nur vereinzelt im äußersten Westen und Norden sind noch hellgelbe Zonen (ungewöhnlich trocken) oder blaugrüne Bereiche (normale Feuchte) sichtbar.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Räumlich betroffen sind besonders die Regionen östlich des Rheins, das Neckarland und der mittlere Schwarzwald sowie große Teile des östlichen Landes jenseits von Karlsruhe und Stuttgart. Diese Gebiete zeigen rote und dunkelrote Färbung, was auf eine schwere bis extreme Dürre hindeutet – Ereignisse dieser Intensität treten statistisch alle 20 bis 30 Jahre auf. Der Westen und die Oberrheinebene sind dagegen mit orange und hellgelb schwächer betroffen. Grünblau gefärbte (feuchte) Flächen sind kaum vorhanden.

Die aktuelle Wetterlage verschärft diese Lage zusätzlich. In den vergangenen sieben Tagen fielen in Baden-Württemberg im Durchschnitt null Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 24,3 °C. Die Höchsttemperatur erreichte 34,6 °C. Für die nächsten drei Tage zeigt die Vorhersage keine Niederschläge an, mit erwarteten Höchsttemperaturen um 34 °C. Diese anhaltende Trockenphase trägt unmittelbar zur Austrocknung bei – insbesondere des Oberbodens, während der Gesamtboden als 14-Tage-Mittel träger reagiert. Die fehlende Entlastung durch Regen wird die kartografisch sichtbaren Defizite in den kommenden Wochen eher verstärken als abschwächen.

Für die Landwirtschaft bedeutet die rote und dunkelrote Klassifizierung einen spürbaren bis erheblichen Wasserstress bei laufender Vegetation. Kulturen in den betroffenen südlichen und mittleren Landesteilen werden intensiver bewässert, soweit verfügbar. Auch für Forstbestände und Grundwasserneubildung sind diese Werte Indikatoren für längerfristige Entspannung eingestuft – erst Niederschlagsmengen von mindestens 20–30 mm würden eine spürbare Entlastung in der Gesamtbodenfeuchte bewirken.

Die hier dargestellten Daten stammen vom UFZ-Duerremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Die Karte wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-tägiges gleitendes Mittel – kurzfristige Niederschläge sind daher zeitverzögert sichtbar.

(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Redaktion digitaldaily.de)