Baden-Württemberg: Deutliche Trockenheit breitet sich aus – Kritische Lage im Süden

Die Dürresituation in Baden-Württemberg verschärft sich weiter: Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 27. April 2026 zeigt großflächig trockene bis sehr trockene Böden im ganzen Bundesland. Besonders dramatisch ist die Lage im südöstlichen Baden-Württemberg, wo sich bereits schwere bis außergewöhnliche Dürre entwickelt hat.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung offenbart ein besorgniserregendes Bild: Während der Norden und Westen Baden-Württembergs noch überwiegend gelb eingefärbt sind – was auf moderate Trockenheit hindeutet – zeigen sich im südöstlichen Landesteil orange bis dunkelrote Bereiche. Diese signalisieren schwere bis außergewöhnliche Dürre. Besonders betroffen sind Teile des Regierungsbezirks Tübingen und angrenzende Gebiete. Nur vereinzelte weiße Flecken deuten auf normale Bodenfeuchteverhältnisse hin.

Das anhaltend trockene Wetter verstärkt die kritische Lage zusätzlich: In den vergangenen sieben Tagen fiel kein einziger Tropfen Regen, bei Durchschnittstemperaturen von 12,9 Grad und Höchstwerten bis 21,4 Grad. Auch für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag in Sicht, während die Temperaturen auf bis zu 22,9 Grad steigen sollen. Diese anhaltende Trockenheit bei milden Temperaturen lässt die Böden weiter austrocknen und verschärft die bereits angespannte Situation.

Für die Landwirtschaft wird die Lage zunehmend kritisch: Besonders im südöstlichen Baden-Württemberg leiden bereits jetzt Kulturen unter Wassermangel. Auch die Forstwirtschaft und die natürlichen Ökosysteme sind stark belastet. Bei anhaltender Trockenheit drohen Ernteausfälle und ein erhöhtes Waldbrandrisiko. Gleichzeitig sinken die Grundwasserstände, was mittelfristig auch die Trinkwasserversorgung beeinträchtigen könnte.

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