Bärbel Bas gibt beide ihre Positionen auf. Am Montag kündigte die SPD-Politikerin in einer persönlichen Erklärung ihren Rücktritt als Parteivorsitzende und als Bundesarbeitsministerin an.
Grund für den Schritt ist der Tod ihrer Stieftochter. Nach diesem Verlust habe sie festgestellt, dass sie Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten, erklärte Bas. Hinzu komme: „Die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, wurden in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert.“ Da sie derzeit nicht die Kraft aufbringen könne, ihre Regierungs- und Parteiarbeit vollumfänglich auszuüben, habe sie sich zur Aufgabe beider Ämter entschlossen.
Das Amt als Parteivorsitzende legt Bas mit dem heutigen Tag nieder. Gleichzeitig bat sie Bundeskanzler Olaf Scholz, sie aus ihrem Ministerposten zu entlassen. „Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen“, so die scheidende Ministerin. „Ich bin aber davon überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesministeriums jetzt eine starke Hausleitung verdient haben, die mit voller Kraft die anstehenden Gesetze und Reformvorhaben vorantreibt.“
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Autor: dts Nachrichtenagentur