Wachsamkeit von Bankangestellten hat in Mölln wahrscheinlich einen größeren Schaden verhindert. Am Mittwochmittag versuchte ein 30-jähriger Mann aus Lübeck, eine 64-jährige Möllnerin um eine hohe fünfstellige Summe zu bringen – die Mitarbeiter des Kreditinstituts in der Straße Bauhof durchschauten den Trick und schalteten die Polizei ein.
Gegen 12:40 Uhr wollte die Frau das geforderte Bargeld von ihrem Konto abheben. Der Tatverdächtige hatte sie nach eigenen Angaben mit einer erfundenen Geschichte so geschickt manipuliert, dass sie das Geld tatsächlich an ihn übergeben wollte. Der Mann plante, die Geldübergabe vor der Bank abzuwarten.
Die alarmierten Polizeibeamten handelte schnell. Sie fahndeten im unmittelbaren Umkreis und entdeckten den beschriebenen Tatverdächtigen in einem Fahrzeug. Sie nahmen den 30-jährigen Deutschen aus Lübeck vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der Mann wieder entlassen.
Das Verhalten der Bankmitarbeiter dürfte entscheidend gewesen sein: Statt die Abhebung kritiklos zu ermöglichen, vertrauten sie ihrem Bauchgefühl, das ihnen sagte, dass etwas nicht stimmt. Gerade bei Summen im fünfstelligen Bereich ist solche Aufmerksamkeit der beste Schutz gegen Betrüger, die mit psychologischen Tricks arbeiten.
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