Die Woche vom 07.09. bis 13.09.2026 hatte für die Polizei in Schleswig-Holstein mehrere Tötungsdelikte und schwere Gewalttaten zu bewältigen. Die schwersten Vorfälle ereigneten sich in Ratzeburg, Ahrensburg und Lübeck – darunter ein Messerangriff mit Todesfolge in einem Supermarkt, ein Machetenangriff auf Reinigungskräfte sowie ein Raubüberfall in der Lübecker Innenstadt. Daneben ermittelten Behörden wegen Kindesmissbrauchs-Materials, Drogenkriminalität und einem mutmaßlichen Brandstiftungsfall.
Frau in Ratzeburger Supermarkt tödlich verletzt
Der folgenschwerste Vorfall dieser Woche ereignete sich am Mittwoch, 9. September, in Ratzeburg: In einem Supermarkt in der Bahnhofsallee griff ein 44-jähriger Deutscher gegen 15:35 Uhr eine 48-jährige Frau aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg plötzlich und unvermittelt an und fügte ihr tödliche Stich- und Schnittverletzungen zu. Die Frau verstarb noch vor Ort. Drei Zeugen eilten ihr zu Hilfe, hielten den Angreifer fest und entwaffneten ihn, bis die Polizei eintraf. Der Tatverdächtige hatte das Messer zwischenzeitlich gegen sich selbst eingesetzt und erlitt schwere Verletzungen; er wurde noch am Tatort festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion ermitteln wegen des Verdachts des Totschlags. Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Lübeck hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes übernommen; das Motiv ist bislang ungeklärt. Mehr dazu sowie zur ersten Polizeimeldung hier.
Machetenangriff in Ahrensburg – Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts
Ebenfalls am Montag, 7. September, kam es gegen 09:45 Uhr im Ostpreußenweg in Ahrensburg zu einem schweren Angriff: Ein 32-jähriger Mann näherte sich zwei Reinigungskräften, die vor einem Mehrfamilienhaus arbeiteten, mit einem langen, machetenartigen Schwert. Die beiden flüchteten in ihr Fahrzeug; der Angreifer schlug eine Scheibe ein und verletzte die 43-jährige Frau dabei lebensgefährlich. Der 54-jährige Mann wurde leicht verletzt. Die Lübecker Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Nach bisherigem Ermittlungsstand liegen Hinweise vor, dass sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben soll. Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Lübeck ermittelt zusammen mit der Staatsanwaltschaft Lübeck. Mehr dazu
Weiterer Messerangriff in Ahrensburg
Unabhängig davon griff der 32-Jährige am selben Montagmorgen auch eine Frau und einen Mann im Ostpreußenweg an. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt, der Mann erlitt leichte Verletzungen. Polizistinnen und Polizisten nahmen den Tatverdächtigen noch am Tatort fest; die Kriminalpolizei Lübeck übernahm die Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Öffentlichkeit. Mehr dazu
84-Jährige nach Busunfall in Elmshorn gestorben
Eine 84-jährige Fußgängerin ist im Krankenhaus an den Folgen eines Busunfalls gestorben. Die Frau war am 3. September 2026 in Elmshorn von einem Linienbus erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Das Polizeirevier Elmshorn ermittelt weiterhin und sucht Zeugen; Hinweise werden unter der Telefonnummer 04121 / 8030 entgegengenommen. Mehr dazu
Raubüberfall in der Lübecker Innenstadt
In der Nacht zum Donnerstag, 10. September, wurde ein 23-jähriger Mann aus Ostholstein in der Lübecker Mühlenstraße von einem unbekannten Mann und einer unbekannten Frau überfallen und mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt. Die Verletzungen waren schwer, aber nicht lebensbedrohlich; er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Lübecker Kriminalpolizei ermittelt wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung. Mehr dazu
Messerangriff am Lübecker ZOB
Bereits am Sonntagmorgen, 6. September, kam es im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofs in Lübeck-St. Lorenz Süd zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 27-jähriger Lübecker mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt wurde. Lebensgefahr bestand nach aktuellem Stand nicht. Ein 54-jähriger Mann mit irakischer Staatsangehörigkeit wurde vorläufig festgenommen. Mehr dazu
Großrazzia wegen Kindesmissbrauchs-Materials in Kiel und Umgebung
Am Donnerstag, 3. September, vollstreckte die Polizei insgesamt 17 Durchsuchungsbeschlüsse in Kiel, Rendsburg, Neumünster sowie in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön. Hintergrund waren intensive Ermittlungen des Kommissariats 2 der Bezirkskriminalinspektion Kiel wegen Fällen, in denen es um die Verbreitung, den Erwerb und den Besitz von Material mit sexuellem Kindesmissbrauch geht. Die Durchsuchungsbeschlüsse hatte das Amtsgericht Kiel auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel erlassen. Bei den Durchsuchungen trafen die Beamtinnen und Beamten 17 Beschuldigte im Alter von 14 bis 75 Jahren an. Mehr dazu
Brand in Kieler Mehrfamilienhaus – Ermittlungen wegen Brandstiftung
Am Donnerstag, 10. September, geriet in der Johann-Meyer-Straße im Kieler Stadtteil Südfriedhof ein Mehrfamilienhaus in Brand. Gegen 17:30 Uhr entdeckten Einsatzkräfte einen Vollbrand im Inneren; die Feuerwehr rettete zwei Personen, die sich auf das Dach geflüchtet hatten. Bei dem Brand wurden drei Personen leicht verletzt, zwei davon mussten vor Ort wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt werden, eine weitere Person kam vorsorglich in eine Klinik. Das Gebäude ist unbewohnbar und wurde beschlagnahmt. Das Kommissariat 11 der Bezirkskriminalinspektion Kiel ermittelt wegen Brandstiftungsverdachts. Mehr dazu
Betrüger in Friedrichstadt in Untersuchungshaft
Die Kriminalpolizei Husum nahm am Freitag, 4. September, einen 27-jährigen Mann in Friedrichstadt fest. Ihm werden mehrere schwere Betrügereien vorgeworfen: Zwischen November 2025 und August 2026 soll er in sechs Fällen zwei Menschen um einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich gebracht haben, indem er vorgab, wohlhabend zu sein und Alleinerbe eines großen Vermögens zu werden. Das Amtsgericht Flensburg hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg einen Untersuchungshaftbefehl wegen Wiederholungsgefahr erlassen; am Samstag wurde der Mann dem Haftrichter vorgeführt und kam in eine Justizvollzugsanstalt. Mehr dazu
Drogenfunde in Norderstedt
Am Freitag, 4. September, nahmen Zivilfahnder der Polizeidirektion Lüneburg einen 38-jährigen Mann aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg in Norderstedt fest. Bei anschließenden Durchsuchungen seiner Wohnung in Norderstedt sowie weiterer Anschriften in Niedersachsen stellten Kriminalbeamte große Mengen verschiedenster Betäubungsmittel und mutmaßliches Tatgeld sicher; zudem fanden die Ermittler Gegenstände, die offenbar aus früheren Diebstahlstaten stammen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Die zurückliegende Woche verzeichnete mehrere Vorfälle mit Messern und einer Schusswaffe. In Ratzeburg tötete ein 44-jähriger Tatverdächtiger am Mittwoch, 9. September, eine 48-jährige Frau in einem Supermarkt mit einer Stichwaffe – die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion ermitteln wegen des Verdachts des Totschlags. Mehr dazu In Ahrensburg griff ein 32-Jähriger am Montag, 7. September, zunächst zwei Reinigungskräfte mit einem machetenartigen Schwert an und verletzte eine 43-jährige Frau lebensgefährlich – die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes; Mehr dazu. Beim weiteren Angriff desselben Mannes im Ostpreußenweg wurde eine Frau lebensgefährlich verletzt; Mehr dazu. Am Sonntagmorgen, 6. September, erlitt ein 27-jähriger Lübecker am ZOB schwere Verletzungen durch einen spitzen Gegenstand; Mehr dazu. In der Nacht zum 10. September wurde ein 23-Jähriger in der Lübecker Innenstadt von einem unbekannten Duo mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt und beraubt; Mehr dazu. Zudem ist auf einer Weide in Kleve (Dithmarschen) in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Kuh durch einen Schuss getötet worden. Das Tier wies eine Kopfverletzung auf, die nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei auf eine Schussabgabe hindeutet. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie Sachbeschädigung und sucht Zeugen, die zwischen Sonntag 21 Uhr und Montag 9 Uhr im Bereich des Mühlenwegs verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Mehr dazu
Diese Woche fällt auf, dass sich allein in Ahrensburg am Montag, 7. September, innerhalb weniger Stunden zwei schwere Angriffe mit Hiebwaffe bzw. Stichwaffe ereigneten, die beide auf denselben 32-jährigen Tatverdächtigen zurückgehen. Außerdem konzentrierten sich mehrere der schwersten Gewalttaten der Woche im Zuständigkeitsbereich der Mordkommission und Staatsanwaltschaft Lübeck, die gleich in drei Fällen – Ratzeburg, Ahrensburg und ZOB Lübeck – parallel ermittelt. Auch die Drogenkriminalität war mit zwei Festnahmen und einer Großrazzia in der ersten Wochenhälfte auffällig präsent.
Auf der Seite der Drogenfahndung verzeichnete die Polizei daneben einen Erfolg in Kiel: Am Montag, 7. September, stellten Beamte des Brennpunktdienstes rund 18 Gramm Kokain in verkaufsfertigen Einheiten sowie eine mittlere dreistellige Bargeldsumme sicher und nahmen einen 32-jährigen Tatverdächtigen fest. Das Amtsgericht Kiel erließ Haftbefehl. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.