Bankmitarbeiterin verhindert Übergabe von 120.000 Euro an Betrüger

(Symbolbild)

Eine aufmerksame Bankangestellte hat in Fuldatal eine Seniorin vor Betrügern bewahrt. Am 14. November, gegen 14:30 Uhr, wollte die Rentnerin 120.000 Euro abheben – Geld, das sie für eine angebliche Kaution ihrer Tochter brauchte. Die Bankmitarbeiterin wurde misstrauisch und verständigte die Polizei.

Etwa eine halbe Stunde zuvor hatte jemand die Seniorin auf dem Festnetztelefon angerufen und ihr eine Geschichte erzählt: Ihre Tochter solle bei einem Verkehrsunfall eine schwangere Frau schwer verletzt haben und drohe nun eine Haftstrafe. Nur wenn sie schnell 120.000 Euro als Kaution zahlte, könne man das verhindern. Die Betrüger setzten die ältere Frau massiv unter Druck, worauf sie sofort zur Bank eilte.

Die Bankangestellte schöpfte Verdacht, als die Seniorin ihr den Grund für die ungewöhnlich hohe Abhebung nannte. Die beiden riefen gemeinsam die Tochter an – ein Anruf, der die Masche sofort enthüllte. Die Mitarbeiterin klärte die Rentnerin auf und benachrichtigte die Polizei. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.

Die Kasseler Kriminalpolizei ermittelt gegen die unbekannte Betrügerbande. Solche Anrufe erreichen die Polizei in Nordhessen regelmäßig, werden in den meisten Fällen aber rechtzeitig als Betrug erkannt.

Die Polizei gibt folgende Tipps zum Schutz vor dieser Betrugsmasche:

Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über bekannte Betrugsmaschen. Vereinbaren Sie ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon. Die Polizei oder Staatsanwaltschaft erfragen niemals Details zu Kontodaten oder Wertgegenständen im Haus am Telefon. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – legen Sie einfach auf. Informieren Sie die Polizei sofort über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind, erstatten Sie Anzeige. Rufen Sie bei Zweifeln bei der angeblichen Behörde selbst an – unterbrechen Sie das verdächtige Gespräch dafür und suchen Sie die Nummer selbst heraus. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 1.041 Betrugsfällen im Landkreis Kassel konnte die Polizei 2025 700 aufklären, das sind 67,2 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 66,2 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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