Ein Bauzug ist am Dienstagachmittag (14. Juli) auf der Bahnstrecke zwischen Hackerbrücke und Donnersbergerbrücke in München entgleist. Bei dem Vorfall entstand ein Sachschaden in Höhe von mindestens 500.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Nach Angaben der Bundespolizei ereignete sich die Entgleisung gegen 15:20 Uhr während eines Rangiervorgangs. Der verantwortliche Rangierführer machte eine Fehlhandlung, in deren Folge ein Waggon des Bauzuges im Bereich einer Weiche entgleiste. Der Zug kam nach kurzer Strecke zum Stillstand. Der 32-jährige deutsche Rangierführer blieb unverletzt.
Durch die Entgleisung wurden Gleisanlagen, Bahnschwellen, eine Weiche sowie der betroffene Waggon beschädigt. Die Bergung des entgleisten Waggons begann gegen 18:30 Uhr und konnte gegen 21:30 Uhr abgeschlossen werden. Während der Arbeiten war die Strecke in Richtung Landshut gesperrt. Da Ausweichgleise zur Verfügung standen, kam es zu keinen betrieblichen Auswirkungen.
Die Bundespolizei leitete gegen den 32-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs ein. Ein Hubschrauber der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim fertigte zur Dokumentation des Ereignisortes Übersichtsaufnahmen an.