Die Bundespolizeidirektion München zieht Bilanz ihrer Grenzkontrollen: Seit die Behörde am 16. September 2024 verstärkte Kontrollen an den bayerischen Landgrenzen einführte, stellte sie bis Ende Juni 2026 insgesamt 20.939 unerlaubte Einreisen fest. Davon entfielen 16.288 auf die österreichische Grenze und 4.651 auf die tschechische Grenze.
Von diesen Personen wurden 13.553 unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Das teilt die Münchner Bundespolizeidirektion mit. Bei der Kontrolle dieser 13.553 Personen kam es zu 12.297 Fällen an der österreichischen und 1.256 Fällen an der tschechischen Grenze.
Im selben Zeitraum registrierten die Beamtinnen und Beamten 751 Personen mit einer Wiedereinreisesperre für Deutschland (663 aus Österreich, 88 aus Tschechien) und hinderten sie an der Einreise. Außerdem nahmen die Behörden 1.039 mutmaßliche Schleuser vorläufig fest – davon 963 an der österreichischen und 76 an der tschechischen Grenze.
Als weiteres Ergebnis der Kontrollen vollstreckten die Beamten 4.582 offene Haftbefehle (3.670 an der österreichischen, 912 an der tschechischen Grenze). Zudem identifizierten sie 353 Personen, die dem links-, rechts- und ausländerextremistischen oder dem islamistischen Spektrum zugeordnet werden (272 aus Österreich, 81 aus Tschechien).
Im aktuellen Zeitraum von 8. Mai 2025 bis 30. Juni 2026 registrierte die Bundespolizeidirektion München 12.566 unerlaubte Einreisen. Davon kamen 9.573 Personen von der österreichischen Seite und 2.993 von der tschechischen Seite. Bei 8.624 dieser Personen führten die Beamten Zurückweisungen oder Zurückschiebungen durch (7.765 an der Grenze zu Österreich, 859 zu Tschechien).
Darunter befanden sich 546 Personen, die nach Paragraf 18 Absatz 2 des Asylgesetzes zurückgewiesen wurden (529 aus Österreich, 17 aus Tschechien). Die Bundespolizei identifizierte zudem 38 Angehörige von vulnerablen Gruppen – 37 an der österreichischen, eine an der tschechischen Grenze. Bei 442 weiteren Personen stellten die Behörden eine Wiedereinreisesperre fest (380 aus Österreich, 62 aus Tschechien).
Im Zeitraum seit Mai 2025 nahmen die Beamten 627 Schleuser fest (584 an der Grenze zu Österreich, 43 zu Tschechien) und vollstreckten 3.062 offene Haftbefehle (2.444 an der österreichischen, 618 an der tschechischen Grenze). Außerdem identifizierten sie 261 Personen aus dem extremistischen oder islamistischen Spektrum (199 aus Österreich, 62 aus Tschechien).
Die Binnengrenzkontrollen an den Landgrenzen zu Österreich und Tschechien bestanden bereits vor September 2024. Seit dem 16. September 2024 führt die Bundespolizei jedoch auch an den Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark verstärkte Kontrollen durch. Die Bundesinnenministerin ordnete diese Maßnahmen zur Sicherung der inneren Sicherheit und zur Bekämpfung der irregulären Sekundärmigration an.
In den Jahren 2024 bis 2026 verzeichnete die Bundespolizeidirektion München insgesamt 13.553 Zurückweisungen und Zurückschiebungen an den bayerischen Grenzen. Die Behörde weist darauf hin, dass die Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik bis einschließlich Mai 2026 vorliegen und sich durch Nacherfassungen oder Qualitätssicherungsmaßnahmen noch minimal ändern können. Die Zahlen für Juni 2026 basieren auf einem Sondermeldedienst.