Die Bundespolizeidirektion München hat zwischen dem 16. September 2024 und dem 31. August 2026 insgesamt 22.424 unerlaubte Einreisen an den Landgrenzen Bayerns registriert. Dies geht aus einer aktuellen Bilanz der Behörde hervor.
Von diesen illegal eingereisten Personen wurden 14.509 unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Die Mehrheit der Fälle – 17.468 unerlaubte Einreisen – ereignete sich an der Grenze zu Österreich, 4.956 an der Grenze zu Tschechien.
Zusätzlich zu den Rückweisungen stellte die Bundespolizei 811 Personen fest, die eine Wiedereinreisesperre für Deutschland besaßen und daher nicht einreisen durften. Bei diesen Personen handelt es sich um 713 an der österreichischen Grenze und 98 an der tschechischen Grenze.
Im selben Zeitraum nahm die Bundespolizei 1.092 mutmaßliche Schleuser vorläufig fest – 1.008 davon an der österreichischen und 84 an der tschechischen Grenze. Diese waren an der Organisation illegaler Grenzübertritte beteiligt.
Bei den Grenzkontrollen vollstreckte die Bundespolizei auch offene Haftbefehle: 4.991 Personen wurden festgestellt, gegen die ein Haftbefehl vorlag. Davon waren 3.981 an der Grenze zu Österreich und 1.010 an der zu Tschechien angetroffen worden.
Darüber hinaus identifizierten die Beamten 434 Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen sowie dem islamistischen Spektrum. Mit 341 Personen stammte die überwiegende Mehrheit von der österreichischen Grenze, 93 von der tschechischen.
Seit dem 8. Mai 2025 wurden an den Landgrenzen zu Österreich und Tschechien bis zum 31. August 2026 14.051 unerlaubte Einreisen verzeichnet. In diesem Zeitraum gelang es der Bundespolizei, 9.580 dieser Personen zurückzuweisen oder zurückzuschieben. 600 dieser Fälle betrafen Asylantragsteller nach deutschem Asylgesetz, 49 Personen gehörten zu vulnerablen Gruppen wie Kindern oder Menschen mit Behinderungen.
502 Personen mit Wiedereinreisesperren wurden an den Grenzübergängen erfasst. Die Bundespolizei nahm in dieser Phase zudem 680 weitere mutmaßliche Schleuser fest und vollstreckte 3.471 offene Haftbefehle. 342 Personen wurden wegen Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten gemäß der Polizeilichen Kriminalstatistik auffällig.
Die Binnengrenzkontrollen an allen landseitigen Schengenbinnengrenzen führt die Bundespolizei seit dem 16. September 2024 auf Anordnung der Bundesministerin des Innern und für Heimat durch. Diese sollen zum Schutz der inneren Sicherheit und zur Reduzierung irregulärer Sekundärmigration beitragen. Seit Mai 2025 erstrecken sich die Kontrollen auch auf die Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark. An den Grenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz waren die Kontrollen bereits früher wiedereingeführt worden.
Die Zahlen basieren auf der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei bis einschließlich Juli 2026; die Daten für August 2026 stammen aus einem Sondermeldedienst. Nach Angaben der Bundespolizeidirektion München können die Zahlen durch nachträgliche Erfassungen oder Maßnahmen zur Qualitätssicherung noch geringfügig angepasst werden.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Bayern
Auch aus Bayern:
Mehr Polizeimeldungen: