Berlin kämpft mit anhaltender Trockenheit – Dürremonitor zeigt kritische Bodenfeuchte

Die Dürresituation in Berlin und Brandenburg verschärft sich weiter. Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für den 27. April 2026 eine alarmierende Entwicklung: Während der Nordwesten Brandenburgs noch moderate Bodenfeuchtewerte aufweist, leiden weite Teile der Region unter ausgeprägter bis außergewöhnlicher Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch ist die Lage im Süden und Osten Brandenburgs, wo die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums tiefrot eingefärbt ist – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Berlin selbst befindet sich in einem Übergangsbereich zwischen moderater und schwerer Dürre. Lediglich der äußerste Nordwesten der Region zeigt noch gelbe bis orange Farbtöne, die auf bessere Bodenfeuchte hindeuten.

Die Wetterentwicklung der vergangenen Woche verstärkt die problematische Situation zusätzlich. In den letzten sieben Tagen fiel kein einziger Tropfen Regen, bei Durchschnittstemperaturen von 10,1°C und Spitzenwerten bis 17,7°C. Auch für die kommenden drei Tage sagt der Wetterdienst keinen Niederschlag voraus – im Gegenteil: Mit erwarteten Höchsttemperaturen von 22,5°C wird die Verdunstung weiter zunehmen und die Böden zusätzlich austrocknen.

Für die Landwirtschaft in der Region bedeutet dies erhebliche Herausforderungen. Bereits jetzt leiden Kulturen unter Wassermangel, und ohne baldige ergiebige Niederschläge drohen Ernteausfälle. Auch die Natur ist betroffen: Bäume und andere Pflanzen geraten unter Stress, was sich auf ganze Ökosysteme auswirken kann. Die Wasserversorger beobachten die Situation genau, da längere Trockenperioden auch die Grundwasserstände beeinträchtigen können.

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