Betrüger erbeuten 1.500 Euro durch Fernzugriff auf Computer

(Symbolbild)

Im Landkreis Sömmerda sind zwei Menschen Opfer einer Betrugsmasche geworden, bei der sich Kriminelle Zugriff auf ihre Computer verschafften.

Eine 64-Jährige aus Sömmerda erhielt eine Nachricht über Facebook-Messenger von einem unbekannten Profil. Als sie diese öffnete, wurde ihr eine Telefonnummer angezeigt. Die Frau rief dort an. Im weiteren Gespräch wurde sie dazu gebracht, eine Internetseite aufzurufen. So gelang es den Unbekannten, die Kontrolle über ihren Laptop zu übernehmen. Anschließend führten die Täter eine unberechtigte Überweisung in Höhe von 1.500 Euro durch.

In einem zweiten Fall wurde eine 75-Jährige aus Buttstädt von jemandem kontaktiert, der sich als Amazon-Mitarbeiter ausgab. Dieser behauptete, unbekannte Personen hätten über ihr Kundenkonto mehrere Laptops gekauft. Mit diesem Vorwand brachte der Betrüger die Frau dazu, eine Anwendung auf ihrem Computer zu installieren. Dadurch erhielt er Fernzugriff auf das Gerät und konnte auf die dort gespeicherten Daten zugreifen. Ob der 75-Jährigen dabei auch ein finanzieller Schaden entstanden ist, ist noch nicht bekannt.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche. Die Kriminellen geben sich als Mitarbeiter bekannter Unternehmen, Banken oder Kundendienste aus und täuschen Probleme mit Konten, Bestellungen oder Computern vor. Ziel ist häufig, Fernzugriff auf die Geräte der Opfer zu erhalten.

Die Polizei rät: Gewähren Sie Unbekannten niemals Zugriff auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone. Installieren Sie auf deren Aufforderung hin keine Programme oder Apps, und geben Sie keine Passwörter oder Bankdaten preis.

Wer bereits einen Fernzugriff ermöglicht hat, sollte das betroffene Gerät sofort vom Internet trennen. Über ein anderes vertrauenswürdiges Gerät sollten betroffene Passwörter geändert werden. Bei möglichen Kontozugriffen ist es wichtig, unverzüglich die Bank zu kontaktieren. Zudem sollte das Gerät fachkundig überprüft und Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Kontakt: Thüringer Polizei, Landespolizeiinspektion Erfurt, Pressestelle, Telefon: 0361 5743-21003, E-Mail: pressestelle.lpi.erfurt@polizei.thueringen.de


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Thüringen um 3,6 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 18.702 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 55,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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