Mit einer raffinierten Betrugsmasche haben Unbekannte am Donnerstag einen Mann aus Großbockedra um 50.000 Euro gebracht. Ein Anrufer gab sich zunächst als Polizeibeamter aus und behauptete dann in der weiteren Unterhaltung, der Sohn des Mannes habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau getötet worden sei. Um eine angebliche Haft abzuwenden, forderte der vermeintliche Staatsanwalt eine Kaution.
Über mehr als eine Stunde hinweg hielten die Betrüger ihr Opfer am Telefon in Spannung. Kurz vor 18:40 Uhr erschien dann ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift in Großbockedra und nahm die 50.000 Euro Bargeld entgegen. Der Abholer kam zu Fuß und entfernte sich anschließend ebenfalls zu Fuß. Erst danach erkannte der Geschädigte, dass er Opfer eines Betrugs geworden war.
Die Kriminalpolizei ermittelt und prüft unter anderem vorhandene Videoaufzeichnungen vom Tatort. Wer am Donnerstag gegen 18:40 Uhr in Großbockedra verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder Hinweise zum Abholer geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Kontakt: Landespolizeiinspektion Jena, Telefon 03641-81-1503 oder E-Mail Pressestelle.LPI.Jena@polizei.thueringen.de.
Die Polizei warnt: Polizei und Staatsanwaltschaft fordern am Telefon niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen als Kaution. Im Zweifelsfall sollten Sie das Gespräch beenden und Angehörige oder die Polizei selbstständig über eine Ihnen bekannte Telefonnummer kontaktieren.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Thüringen um 3,6 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 18.702 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 55,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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