Betrüger erbeuten Geld mit falschen Polizei- und Sperr-Hotline-Anrufen

(Symbolbild)

Im Rheingau-Taunus-Kreis haben Telefonbetrüger in den vergangenen Tagen mehrere Bürger kontaktiert und versucht, mit verschiedenen Maschen an deren Geld zu gelangen. Während ein Senior aus Taunusstein die Betrugsversuche durchschaute, fiel ein Mann aus Oestrich-Winkel auf die Täter herein.

Am Dienstag rief eine angebliche Polizeioberkommissarin bei einem Senior aus Taunusstein an und erzählte ihm eine erfundene Geschichte. Sie behauptete, eine Familienangehörige hätte einen Unfall gehabt und er müsse nun eine Kaution für sie hinterlegen. Der aufmerksame Mann schenkte der Lügengeschichte jedoch keinen Glauben und beendete sofort das Gespräch.

Erfolgreich waren die Betrüger hingegen bei einem Mann aus Oestrich-Winkel. Die Täter gaben sich als Mitarbeiter des Sperrnotrufs „116 116“ aus und behaupteten, es sei zu zwielichtigen Aktivitäten auf seinem Tagesgeldkonto gekommen. In Panik veranlasste der Mann mehrere Überweisungen auf das Konto der Täter – angeblich um die unrechtmäßigen Buchungen zu stoppen.

Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird niemals Wertsachen abholen oder sichern wollen. Auch keine Staatsanwaltschaft oder andere Behörde wird dies tun. Bei solchen Telefonaten sei es nicht unhöflich, sondern meist die einzige Möglichkeit, einfach aufzulegen, um die Täter loszuwerden.

Die Betrüger erreichen durch geschickte Gesprächsführung, dass Angerufene ihr gesamtes Bargeld oder hochwertige Wertgegenstände an einem Ort deponieren oder an Unbekannte übergeben beziehungsweise überweisen. Die Polizei appelliert daher dringend: Bei solchen Anrufen sofort den Hörer auflegen. Weiterführende Informationen gibt es unter www.polizei-beratung.de.

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