Betrüger erbeuten Gold im sechsstelligen Bereich – Polizisten durch Chemikalien verletzt

(Symbolbild)

In Limbach-Oberfrohna haben Betrüger ein temporäres Goldgeschäft eröffnet und sind mit Edelmetallen im sechsstelligen Wert verschwunden. Ein Mann hatte auf eine Werbeanzeige reagiert, die angeblich überaus attraktive Ankaufspreise versprach. Am Mittwochmittag übergab er zwei Goldbarren an die vermeintlichen Goldhändler an der Moritzstraße. Der zugesicherte sechsstellige Betrag sollte innerhalb weniger Tage auf sein Konto überwiesen werden – doch die Überweisung kam nie. Als der Mann kurz darauf nachfragen wollte, war das Ladengeschäft bereits vollständig beräumt.

Nach der Anzeigenerstattung am Donnerstagnachmittag begaben sich Polizeibeamte zu dem verlassenen Geschäft, um Ermittlungen durchzuführen. Kurz darauf klagten drei Beamte über gesundheitliche Beschwerden. Die Feuerwehr wurde hinzugezogen und stellte fest, dass bestimmte Chemikalien in den Räumlichkeiten die Beschwerden verursacht hatten. Zwei der drei Polizisten mussten stationär im Krankenhaus medizinisch versorgt werden.

Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Betrugs. Sie sucht Zeuginnen und Zeugen, die in den vergangenen Tagen im besagten Geschäft an der Moritzstraße Gold verkauft haben oder Kontakt zu angeblichen Goldhändlern hatten. Auch Beobachtungen von Personen oder Fahrzeugen im Bereich der Moritzstraße im Zusammenhang mit dem Goldhandel sind von Interesse. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0375 428 4480 entgegen.

So erkennen Sie unseriöse Goldankäufer

Die Polizei warnt vor betrügerischen Goldankäufern: Seien Sie besonders vorsichtig, wenn angebliche Goldhändler über Werbeanzeigen befristete oder vermeintlich attraktive Angebote machen. Prüfen Sie vor dem Aufsuchen einer Ankaufstelle die Seriosität des Händlers – besteht das Geschäft schon längere Zeit an diesem Standort? Gibt es positive Bewertungen in einschlägigen Foren? Halten Sie vor dem Verkauf Rücksprache mit Vertrauenspersonen und lassen Sie sich nicht durch zeitlich begrenzte Angebote zu einem schnellen Verkauf zwingen. Überlassen Sie unbekannten Personen niemals Wertgegenstände ohne eine direkte finanzielle Gegenleistung. Im Zweifelsfall informieren Sie unverzüglich die Polizei.


Die Entwicklung im Landkreis Zwickau

2024 zählte die Polizei im Landkreis Zwickau 1.643 Betrugsfälle, 2025 waren es 2.066 — 25,7 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Sachsen