Eine Seniorin in Neustadt bei Coburg ist am Donnerstagnachmittag Opfer einer perfiden Betrugmasche geworden. Betrüger erbeuteten ein Paket mit Bargeld und Schmuck im niedrigen fünfstelligen Bereich.
Das Szenario war gut durchdacht: Ein Betrüger rief die Frau an und gab sich als Richter aus. Dann übergab er den Hörer an eine zweite Person, die vorgab, die Tochter der Seniorin zu sein. Diese erzählte eine Geschichte, um Angst und Druck aufzubauen: Ihr Ehemann habe einen Unfall verursacht, bei dem eine Frau getötet und ein Kleinkind schwer verletzt worden sei. Der Ehemann sitze jetzt im Gefängnis und könne nur gegen Kaution freigelassen werden.
Die Seniorin wollte ihrer Familie helfen und händigte gegen 17 Uhr im Bereich der Seestraße auf Höhe des Waldfriedensees im Ortsteil Wildenheid ein Paket mit Bargeld und Schmuck an den Betrüger aus.
Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt und bittet um Hinweise. Der Mann, der das Paket entgegennahm, wird wie folgt beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, etwa 180 Zentimeter groß, schlanke Figur, schmales Gesicht, dunkle, nach vorne gekämmte Haare, unrasiert. Zur Tatzeit trug er einen schwarzen Hoodie und schwarze Jeans.
Zeugen, denen etwas Verdächtiges aufgefallen ist, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09561/645-0 bei der Kriminalpolizei Coburg zu melden.
Betrugsfälle in Coburg: der Vergleich mit Land und Bund
In Coburg zählte die Polizei 2025 328 Betrugsfälle, das sind 799 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt deutlich schlechter als im restlichen Bundesland, wo 444 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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