Betrüger ergattern 10.000 Euro von Seniorin im Harztor – Kripo fahndet nach Kurier

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Mit einer perfiden Masche haben Betrüger eine Seniorin im Harztor um 10.000 Euro Bargeld gebracht. Die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen ermittelt nun und veröffentlicht eine genaue Beschreibung des mutmaßlichen Kuriers.

Zwischen Donnerstag 11.30 Uhr und 14.45 Uhr riefen Unbekannte die ältere Frau an und gaben sich als Staatsanwalt aus Nordhausen aus. Der Anrufer behauptete, ein Familienmitglied der Seniorin sei in einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang verwickelt und trage die Schuld daran. Um eine Inhaftierung abzuwenden, forderte der Betrüger eine Kaution.

Zunächst verlangte der Anrufer 150.000 Euro. Nach einer Verhandlung einigten sich der Betrüger und die Seniorin auf eine sofortige Zahlung von 10.000 Euro in bar. Die Frau zahlte das Geld.

Gegen 14.30 Uhr erschien ein vermeintlicher Kurier der Staatsanwaltschaft Nordhausen an der Haustür eines Mehrfamilienhauses in der Walter-Rathenau-Straße und nahm das Bargeld in einem Briefumschlag entgegen. Dabei verstaut der Mann das Geld in einer Umhängetasche.

Die Geschädigte konnte den Empfänger wie folgt beschreiben: Der Mann war Anfang 20 Jahre alt, hatte ein ungepflegtes Äußeres und war etwa 180 bis 185 Zentimeter groß. Er besaß eine schlanke Gestalt, mittellange gewellte braune Haare und einen eher ungepflegten dunklen Bart. Zum Tatzeitpunkt trug er eine Dreiviertelhose und die bereits genannte Umhängetasche.

Die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen fahndet nach dem Verdächtigen und möglichen Komplizen. Gesucht werden auch Hinweise auf Fahrzeuge, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 03631/960 melden. Das Aktenzeichen der Ermittlungen lautet 0185374.

Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche: Staatsanwaltschaften und Polizeibeamte kontaktieren Bürger niemals telefonisch, um Fragen zu Vermögensgegenständen oder Wertsachen im Haushalt zu stellen. Auch vereinbaren sie nicht die Übergabe von Bargeld oder Wertsachen. Kautionszahlungen werden von Staatsanwälten oder Polizeibeamten nicht erhoben oder entgegengenommen. Weitere Informationen zu solchen Schockanrufen finden Interessierte auf der Website der Polizei-Beratung unter polizei-beratung.de.

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