Betrüger fordern 100.000 Euro Kaution: Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

In Lichtenfels haben Betrüger versucht, einen 78-Jährigen um eine hohe Kaution zu bringen. Am Dienstagnachmittag rief ein falscher Polizeibeamter den Senior an und behauptete, sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine vermeintliche Haft zu verhindern, forderte der Anrufer eine Kaution in Höhe von insgesamt 100.000 Euro.

Der Senior behielt die Ruhe und hielt den Anrufer über eine Stunde lang am Telefon. Sein Sohn verständigte die Polizei. Der 78-Jährige stellte wie mit den Betrügern vereinbart eine Tüte vor seiner Haustür ab – allerdings ohne Geld oder Wertgegenstände.

Am Nachmittag erschien eine Frau an der Wohnanschrift und nahm die Tüte an sich. Als sie bemerkte, dass die Tüte leer war, konnten Einsatzkräfte der Kriminalpolizei Coburg die 38-jährige ukrainische Tatverdächtige festnehmen.

Zeitgleich fiel den Einsatzkräften an einem Ortseingang ein Pkw mit polnischer Zulassung auf. Im Fahrzeug wartete ein 36-jähriger ukrainischer Mann, der nach bisherigen Erkenntnissen mit der Geldabholerin in Verbindung steht. Auch er wurde festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurden beide Tatverdächtigen am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ jeweils Untersuchungshaftbefehle.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Landkreis Lichtenfels kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 334 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen im Landkreis Bayreuth aus: 500 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 444.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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