Am Donnerstag erhielt die Polizei erneut mehrere Meldungen über Schockanrufe im Landkreis Goslar. Betrüger gaben sich dabei als Ärzte aus und behaupteten, Angehörige der Angerufenen seien schwer an Krebs erkrankt.
Mehrere Bürgerinnen und Bürger aus Goslar und Clausthal-Zellerfeld meldeten sich bei der Polizei, nachdem sie von vermeintlichen Betrügern angerufen worden waren. Die Kriminellen gaben sich als Ärzte aus und teilten mit, dass ein Angehöriger schwer an Krebs erkrankt sei. Für die notwendige Behandlung würde dringend ein sehr teures Medikament benötigt werden. Deshalb fragten die Betrüger die Angerufenen gezielt nach ihren Vermögensverhältnissen aus.
Glücklicherweise erkannten alle Angerufenen den Betrug, reagierten vorbildlich und beendeten das Telefonat mit den Kriminellen unverzüglich.
Die Polizei Goslar nimmt diese Vorfälle erneut zum Anlass zur Warnung und gibt folgende Verhaltenshinweise: Krankenhäuser und Ärzte fordern niemals Barzahlungen oder schicken Geldboten. Man sollte die angeblich Betroffenen direkt über die bekannte Telefonnummer anrufen, um die geschilderte Notlage zu überprüfen. Außerdem sollte man am Telefon keine Details zu den finanziellen Verhältnissen preisgeben und sich nicht unter Druck setzen lassen – einfach auflegen. Niemals sollte Geld an unbekannte Personen übergeben werden.
Die Polizei empfiehlt außerdem, Verwandte oder Nachbarn um Unterstützung zu bitten und den Telefonbucheintrag zu löschen, um es Betrügern zu erschweren, einen ausfindig zu machen. Bei verdächtigen Anrufen sollte sofort die Polizei über die 110 informiert werden.