Mit einer perfiden Betrugsmasche versuchen Kriminelle, Ältere und andere Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Sie rufen an, geben sich als Ärzte aus und behaupten, ein naher Angehöriger sei schwer erkrankt und brauche dringend eine teure Behandlung. Diese sogenannte „Krankenhauslegende“ setzt gezielt auf Angst und emotionalen Druck.
In einem aktuellen Fall aus der Grafschaft Bentheim erhielt ein Mann einen solchen Anruf. Der Unbekannte behauptete, die Tochter des Mannes sei schwer an Darmkrebs erkrankt und habe ohne eine spezielle Behandlung nur noch eine Woche zu leben. Für die angeblich lebensrettende Behandlung forderte der Betrüger 50.000 Euro. Zu einer Geldübergabe kam es nicht – der Mann war skeptisch geblieben.
Die Polizei warnt ausdrücklich davor, sich durch solche Anrufe zu unüberlegten Handlungen verleiten zu lassen. Auch wenn es vermeintlich dringend ist: Geldforderungen sollten stets kritisch hinterfragt werden.
Das sollten Sie wissen
Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn jemand am Telefon Geld fordert. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Kontaktieren Sie Ihre Angehörigen über Telefonnummern, die Sie bereits kennen – nicht über Nummern, die der Anrufer nennt. Geben Sie niemals Auskünfte über Geld oder Wertgegenstände am Telefon. Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld aufgrund solcher Anrufe. Melden Sie verdächtige Anrufe der Polizei – auch wenn kein Schaden entstanden ist.
Die Polizei appelliert besonders an Angehörige älterer Menschen, diese über die Betrugsmasche aufzuklären. Ein offenes Gespräch kann helfen, Betrugsversuche zu erkennen und finanzielle Schäden zu verhindern.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Niedersachsen um 6,2 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 59.214 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 73,6 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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