Mit einer raffinierten Betrugsmasche haben Täter eine Seniorin aus Borken (Schwalm-Eder-Kreis) um mehrere Zehntausend Euro gebracht. Die Betrüger kontaktierten die Frau per Videoanruf über den Messenger-Dienst Telegram und gaben sich als Bankmitarbeiter und Polizeibeamter aus. Auf diese Weise brachten sie sie dazu, das Geld abzuheben und an einen Unbekannten zu übergeben.
Am Montagmorgen gegen 08:00 Uhr nahm einer der Täter erstmals Kontakt zur Seniorin auf und gab sich als Bankmitarbeiter aus. Ein weiterer Mann spielte die Rolle eines Polizeibeamten. In mehreren Gesprächen erklärten die beiden der Frau, dass Betrüger in ihrem Namen einen Kredit in Höhe von 15.000 Euro aufgenommen hätten. Gleichzeitig vermittelten sie ihr, dass sie die Polizei bei der Festnahme der angeblichen Täter unterstützen könne und dadurch ihr Geld zurückerhalten würde.
Am darauffolgenden Dienstag meldete sich der vermeintliche Bankmitarbeiter erneut und forderte die Seniorin auf, Bargeld bei ihrer Bank abzuheben. Sie bestieg daraufhin ein Taxi und ließ sich zur Bank fahren. Nach der Abhebung des genannten Geldbetrags nahm sie wieder das Taxi nach Hause. Gegen 18:00 Uhr erschien ein weiterer unbekannter Mann an ihrer Wohnanschrift. Die Seniorin übergab ihm das Bargeld in einer Leinentasche.
Am Mittwochmorgen meldeten sich die Täter erneut und forderten weiteres Geld. Die Seniorin ließ sich ein zweites Mal zur Bank fahren. Diesmal wurde eine Bankmitarbeiterin misstrauisch, verständigte die Polizei und verhinderte damit eine weitere Geldübergabe.
Der unbekannte Mann, der das Geld abholte, wird wie folgt beschrieben: etwa 1,90 Meter groß, sportlich-muskulöse Statur, dunkle Haare, dunkle Augen. Er trug einen schwarzen Kapuzenpullover mit über den Kopf gezogener Kapuze sowie eine kurze schwarze Hose.
Die Kriminalpolizei Kassel ermittelt und sucht Zeugen. Wer am Dienstagabend gegen 18:00 Uhr im Wohngebiet zwischen dem alten Friedhof und den Tennisplätzen in Borken verdächtige Beobachtungen gemacht oder den beschriebenen Mann gesehen hat, soll sich unter der Telefonnummer 0561-9100 bei der Polizei melden.
Betrugsfälle in Hessen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 49.153 Betrugsfälle, das sind 783 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Hessen fast genauso wie der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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