Ein 57-jähriger Mann aus Hamm ist am Mittwoch, 8. Juli, Opfer von Telefonbetrügern geworden. Die Kriminellen gaben sich als Mitarbeiter seiner Bank aus und brachten ihn dazu, mehrere Überweisungen freizugeben. Am Ende verlor der Mann einen mittleren vierstelligen Geldbetrag.
Die Masche war perfide: Als der Mann den Anruf erhielt, zeigte sein Telefondisplay die tatsächliche Rufnummer seiner Bank an. Die Betrüger verfügten zudem über sensible Informationen – sie nannten die Kontonummer des 57-Jährigen sowie die Kontonummern seiner Kinder. Mit diesem Wissen gelang es ihnen, das Vertrauen des Mannes zu gewinnen. Sie behaupteten, dass mehrere unautorisisierte Überweisungen von seinem Konto in Auftrag gegeben worden seien.
Der Mann fiel auf die Geschichte herein und gab daraufhin mehrere Aufträge über sein Online-Banking frei. Die meisten dieser Transaktionen blieben letztlich auf seinen eigenen Konten. Doch der Schaden war nicht zu verhindern: Der Mann tätigte auch zwei Überweisungen auf externe Konten. Eine davon konnte er noch stornieren, aber eine weitere Überweisung über einen mittleren vierstelligen Betrag ließ sich nicht mehr rückgängig machen. Das Geld war weg.
Die Polizei Hamm warnt vor dieser Betrugsmethode. Telefonbetrüger seien sehr kreativ bei ihren Lügengeschichten. Misstrauen ist daher angebracht, sobald Anrufer am Telefon Geld fordern oder Fragen zu persönlichen Daten stellen. Der beste Schutz: Einfach auflegen. Im Zweifelsfall sollten Angerufene die Angaben auf eigene Weise überprüfen – etwa durch einen direkten Anruf bei ihrer Bank oder der Polizei unter der Notrufnummer 110.
Wer bereits Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Behörde appelliert zudem an Bürger, Verwandte und Bekannte über solche Maschen aufzuklären. Je mehr Menschen über diese Tricks Bescheid wissen, desto schwerer haben es Betrüger, neue Opfer zu finden.