Im Landkreis Northeim häufen sich Betrugsversuche. In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei mehrere Fälle, bei denen Täter mit perfiden Maschen Geld von Bürgern zu ergaunern versuchten. In zwei Fällen waren die Betrüger erfolgreich und verursachten jeweils einen Schaden im unteren vierstelligen Bereich. Andere Taten konnten verhindert oder scheiterten.
Die Betrüger nutzten zwei verschiedene Methoden: Zum einen gaben sich unbekannte Personen am Telefon als Mitarbeiter einer Bank aus. Sie behaupteten, die Bankkarte überprüfen zu müssen, und brachten ihre Opfer dazu, die Karte zusammen mit der Geheimzahl (PIN) herauszugeben. Mit diesen Daten hoben die Täter anschließend Bargeld vom Konto ab.
Zum anderen führten sogenannte Schockanrufe zu Betrugsversuchen. Die Anrufer gaben vor, Angehörige oder Amtspersonen zu sein, und behaupteten, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Sie forderten die Opfer auf, sofort eine Kaution zu zahlen.
Die Polizei Northeim gibt folgende Tipps zum Schutz: Bankmitarbeiter fragen niemals telefonisch nach der PIN und holen keine Bankkarten ab. Wer seine Karte dennoch herausgegeben hat, sollte diese sofort unter der Nummer 116 116 sperren und die Polizei benachrichtigen. Kautionen oder Bargeld werden weder von der Polizei noch von der Justiz am Telefon gefordert. Bei verdächtigen Anrufen sollte man sofort auflegen, unter bekannten Nummern selbst bei Angehörigen anrufen und im Zweifelsfall die Polizei über den Notruf 110 verständigen. Die Polizei appelliert an Bürger, Familie, Freunde und Nachbarn über diese Betrugsmethoden aufzuklären – denn Aufklärung ist der beste Schutz vor Betrug.
Betrugsfälle im Landkreis Northeim: der Vergleich mit Land und Bund
Im Landkreis Northeim zählte die Polizei 2025 895 Betrugsfälle, das sind 712 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis fast genauso wie im restlichen Bundesland, wo 740 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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