In Kassel haben Betrüger am gestrigen Donnerstag gleich zweimal Seniorinnen hereingelegt. Ob dieselbe Bande hinter beiden Fällen steckt, ist noch unklar. Die Kasseler Kripo fahndet nun nach den Tätern.
Im ersten Fall erschien ein Mann in der Mittagszeit an der Wohnungstür einer Seniorin in der Kurhausstraße und gab sich als Bankmitarbeiter aus. Er berichtete von einer offenen Geldforderung auf ihrem Konto. Die verunsicherte Frau gab ihm ihre EC-Karte, um die vermeintliche Schuld zu begleichen. Doch dann kamen ihr Zweifel. Sie ließ die Karte sofort sperren – gerade noch rechtzeitig. Der Mann versuchte um 14:30 Uhr an einem Geldautomaten am Bebelplatz, Geld abzuheben. Es funktionierte nicht.
Der zweite Fall spielte sich ebenfalls in der Mittagszeit ab, diesmal in der Steinigkstraße. Eine Frau rief bei einer Seniorin an und gab sich als Bankangestellte aus. Mit dieser Masche bekam sie die EC-Karte und die PIN. Bevor das Opfer den Betrug bemerkte, hob die Betrügerin bereits um 13:50 Uhr an einem Geldautomaten in der Leipziger Straße 2.400 Euro ab. Danach verliert sich ihre Spur.
Von beiden Tätern liegen der Polizei keine Beschreibungen vor, da beide Opfer altersbedingt stark in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt sind.
Ermittlungen laufen — Zeugen gesucht
Zeugen, die am gestrigen Donnerstag im Bereich der Kurhausstraße oder der Steinigkstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sollen sich beim Polizeipräsidium Nordhessen melden. Telefon: 0561-9100.
Die Entwicklung in Kassel
2024 zählte die Polizei in Kassel 2.590 Betrugsfälle, 2025 waren es 2.262 — 12,7 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Hessen
Auch aus Hessen:
Mehr Polizeimeldungen: