Zwei ältere Frauen aus Marl und Oer-Erkenschwick sind am Dienstag, 7. Juli, Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Unbekannte Täter riefen bei den Seniorinnen an, gaben sich als Bankmitarbeiter aus und behaupteten, deren EC-Karte sei beschädigt und müsse umgehend ausgetauscht werden. Im Zuge dieses angeblichen Austauschs fragten die Anrufer auch gezielt nach der PIN – eine Information, die echte Banken niemals am Telefon abfragen.
In beiden Fällen klingelte kurz darauf eine weibliche Person an der Haustür und nahm die vermeintlich defekten Bankkarten entgegen. Bei der Marlerin wurde danach bereits Geld von der Karte abgehoben.
Der erste Betrugsfall spielte sich auf der Ewaldstraße in Oer-Erkenschwick ab. Die Abholerin erschien dort gegen 16.20 Uhr. Sie wird wie folgt beschrieben: etwa 1,70 Meter groß, ungefähr 35 Jahre alt, lange blonde Haare mit Dauerwelle.
Der zweite Fall ereignete sich auf der Langehegge in Marl zwischen 11.45 Uhr und 12.55 Uhr. Die Frau hier war etwa 1,66 Meter groß, trug hellblonde, schulterlange und gekräuselte Haare sowie eine Brille.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und prüft derzeit, ob es sich bei beiden Fällen um die gleiche Täterin handelt. Zeugen, denen eine der beschriebenen Frauen in den betroffenen Straßen oder in der Nähe der Wohnungen aufgefallen ist, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0800/2361 111 zu melden.
Die Polizei warnt vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen und gibt folgende Sicherheitsratschläge: Geben Sie niemals Ihre PIN heraus – echte Banken fragen diese am Telefon nicht ab. Händigen Sie Ihre Bankkarte niemals an Unbekannte aus, auch nicht wenn behauptet wird, damit stimme etwas nicht. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Im Zweifelsfall rufen Sie selbst bei Ihrer Bank an und nutzen dafür die offizielle Nummer. Bei verdächtigen Anrufen oder unbekannten Personen an der Haustür wählen Sie sofort den Notruf 110.