Betrüger geben sich als Kriminalpolizisten aus: 83-Jährige verliert Schmuck und Bargeld

(Symbolbild)

Eine 83-jährige Frau aus Ennepetal ist am 31. Juli 2026 gegen 20.30 Uhr Opfer eines perfiden Betrugschemas geworden. Falsche Kriminalpolizisten täuschten ihr in mehreren Telefonaten vor, dass eine Einbruchsserie bevorstehe und sie ihre Wertsachen zu ihrer Sicherheit abgeben müsse. Mit dieser Masche schufen die Betrüger so viel Angst auf, dass die 83-Jährige schließlich bereit war, all ihre Wertsachen herauszugeben.

Ein sogenannter Abholer erschien an der Wohnung der Seniorin und gab sich ebenfalls als Mitarbeiter des Landeskriminalamtes aus. Während die Geschädigte mit einem angeblichen Kollegen des Täters telefonierte, durchsuchte der Mann die Wohnung nach weiterer Beute – in Gegenwart der 83-Jährigen. Die Beute umfasste neben Schmuck und Bargeld auch eine EC-Karte zusammen mit der PIN-Nummer.

Unter dem Vorwand, die gestohlenen Wertsachen an seinem Fahrzeug dokumentieren zu müssen, verließ der Betrüger die Wohnung und flüchtete mit der gesamten Beute.

Erst als die Geschädigte am nächsten Tag nichts mehr von den angeblichen Polizisten hörte, wurde sie misstrauisch. Sie wählte den Notruf und erkundigte sich bei der echten Polizei nach dem Stand der Ermittlungen. Während des Gesprächs dämmerte ihr schließlich: Sie war Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden – eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle Angst schüren, um an Geld und Wertsachen zu gelangen.

Die Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis warnt eindringlich vor dieser Betrugsart: Polizei und Justiz werden Sie niemals zur Herausgabe von Wertgegenständen oder geheimer PIN-Nummern auffordern. Sollte ein Anrufer Geld oder Wertsachen verlangen, legen Sie sofort auf. Vergewissern Sie sich danach, dass das Telefonat wirklich beendet ist, und besprechen Sie den Vorfall sofort mit vertrauten Personen. Erstatten Sie in jedem Fall Anzeige bei der Polizei.

» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen